Fahren

Geförderte Disziplin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport

Fahren - eine geförderte Disziplin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport. Christoph Sandmann, seit zwei Jahrzehnten an der Weltspitze des Vierspännersports. Foto: Julia Rau

Fahren - Gestern

Als Vater des modernen Fahrsports gilt Benno von Achenbach, dessen Anspannungslehre den Fahrstil verändert und der sich als unermüdlicher Ausbilder für das Fahren auch unter Wettkampfbedingungen einsetzt. Schon bei den ersten Turnieren in der Aachener Soers, wo später der berühmte CHIO ausgetragen wird, starten die Fahrer in einer Vielzahl von Wettbewerben und Anspannungsarten. Der Aachener Großindustrielle Georg Talbot und sein Viererzug sind sogar über die Grenzen des Rheinlandes hinaus bekannt. Noch heute erinnert der "Geheimrat Talbot-Preis", der Aachener Nationenpreis der Vierspännerfahrer, an den Förderer des Fahrsports. 1972 treten die Vierspännerfahrer erstmals zu einer Weltmeisterschaft an. Auf einen deutschen Titelgewinn müssen sie jedoch lange warten: 1994 greift Michael Freund als erster und bislang einziger Deutscher zum Titelgewinn in der Königsklasse.

Fahren - Heute

Der Fahrsport, wie die Vielseitigkeit seit jeher ein Outdoor-Sport mit den drei Teilprüfungen Dressur, Geländefahren und Kegelparcours, öffnet sich zu Beginn des Jahrtausends neuen Wettbewerben. Der Weltcup der Vierspänner, dessen Qualifikationsprüfungen in die großen internationalen Hallenturniere eingebunden sind, entwickelt sich zu einem Publikumsmagneten. Für die Aktiven dieser an Sponsorengeldern nicht verwöhnten Disziplin bietet der Weltcup zugleich eine Einnahmequelle während der Wintermonate. Obwohl der Aufwand, einen Mehrspänner zu unterhalten und wettkampfmäßig zu trainieren, sehr hoch ist, sucht der Fahrsport den Weg zur Jugend. Mit Erfolg – inzwischen messen sich auch junge "Leinenkünstler" auf Deutschen Meisterschaften und sogar auf Europameisterschaften.

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