Vielseitigkeit

Geförderte Disziplin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport

Vielseitigkeit - eine geförderte Disziplin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport. Michael Jung und der baden-württembergische Wallach La Biosthetique Sam. Foto: Dirk Caremans

Vielseitigkeit - Gestern

Die Vielseitigkeit hat ihre Wurzeln in der militärischen Gebrauchsprüfung und fordert seit ihren Anfängen den Einsatz des Pferdes in den drei Teildisziplinen Springen, Dressur und Geländeprüfung. Den ersten deutschen Olympiasieg feiert 1936 Ludwig Stubbendorf. 72 Jahre später reitet der schleswig-holsteinischen Zahnarzt Hinrich Romeike mit seinem von vielen Fans verehrten Schimmel Marius zu Gold in Einzel- und Mannschaftswertung. Wenngleich die deutschen "Buschreiter" bei Welt- und Europameisterschaften über 30 Medaillen gewinnen, ist die Entwicklung der Disziplin auch durch Krisen geprägt. Schwere Unfälle von Reitern und Pferden führen die Vielseitigkeit in ein Imagetief. Die Disziplin reagiert, die internationalen wie nationalen Reglements werden verschärft, Geländestrecken gekürzt, die Sicherheit bekommt im Parcoursbau oberste Priorität.

Vielseitigkeit - Heute

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen fördert das Deutsche Olympiade-Komitee die Vielseitigkeit. Besonders die Gründung der Perspektivgruppe Vielseitigkeit bringt exzellente Reiter hervor. Der internationale Durchbruch an die Weltspitze zeichnet sich 2004 ab. Olympiasieger Hinrich Romeike (2008) folgt der erste deutsche Weltmeister in der Einzelwertung: Michael Jung (2010). Wie die Reiter empfehlen sich auch Pferde aus deutscher Zucht für den internationalen Leistungssport. Besonders Hannoveraner und Trakehner mit hohem Vollblutanteil, die neben den Anforderungen der Geländeprüfung vor allem durch gute Dressurveranlagung auffallen, festigen den Ruf der Zucht des deutschen Vielseitigkeitspferdes und führen zu Begehrlichkeiten in der ganzen Welt. Bei den Weltreiterspielen von Kentucky beispielsweise stammen vier der sechs für Deutschland startenden Pferde aus deutscher Zucht.

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