Voltigieren

Geförderte Disziplin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport

Voltigieren - eine geförderte Disziplin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport. Thomas Brüsewitz und die Mädchen der Voltigiergruppe Neuss-Grimlinghausen. Foto: Julia Rau, Daniel Kaiser

Voltigieren - Gestern

Einmal ist Voltigieren sogar olympische Disziplin. 1920 in Antwerpen (die Deutschen nehmen an diesen Spielen nicht teil) messen sich Unteroffiziere aus drei Nationen im Wettkampf. Über die siegreichen Belgier liest man in der Presse lediglich: "Eine Glanzleistung der Belgier bildete ein Salto-mortale, ausgeführt über acht eng aneinander geschnallte Pferde." Derartige Übungen werden zwar nie wieder von Voltigiersportlern verlangt, aber eine olympische Zukunft ist dieser Pferdesportdisziplin nicht beschert. Voltigieren als Leistungssport entwickelt sich nur zögerlich und erreicht erst in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts größere Aufmerksamkeit. In den Vereinen und Pferdebetrieben wird das Voltigieren hingegen seit vielen Jahrzehnten gepflegt – als spielerisches Heranführen der Kinder ans Pferd oder Pony und als pädagogisch wichtige Arbeit.

Voltigieren - Heute

Der Voltigiersport erreicht zur Jahrtausendwende weltweit eine immer größere Professionalisierung. Neben internationalen Championaten und sogar einer Weltcup-Serie entstehen neue Prüfungsformen wie der Pas de Deux und neue Altersklassen. Die Altersbeschränkung in den Gruppen wird aufgehoben, so dass erfolgreiche Einzelvoltigierer die Gruppen als Mitglied verstärken können. Um dem Pferd als Sportpartner einen höheren Stellenwert zu geben, werden tierärztliche Überprüfungen vor dem Wettbewerb und Pferdenoten als Entscheidungskriterium eingeführt. Mit Tanja Benedetto, Nadja Zülow und Kai Vorberg stellt Deutschland über Jahre die erfolgreichsten Aktiven. 26 Goldmedaillen erzielen die "Voltis" auf Weltmeisterschaften, 31 bei Europachampionaten.

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