Lüthis Sieg-Rezept

Der U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport ist in seiner zweiten Saison, Balve war die dritte Saisonstation. Die 21-jährge Kaya Lüthi ging in Balve erstmals bei einer Station des U25-Springpokals an den Start – und gewann!

Frage: Kaya, Sie waren die einzige der 18 Starter, die den Drei-Sterne-S-Parcours ohne Fehler gemeistert hat, das Stechen entfiel. Was war Ihr Geheimrezept?

Kaya Lüthi: Der Parcours war sehr anspruchsvoll, aber ich war erst zehnte Reiterin und habe mir vorher einige Ritte ansehen können. Ich habe genau beobachtet, dass viele Fehler beispielsweise am Wasser gemacht wurden oder auch an der Dreifachen. Ich wusste, wo ich aufpassen musste.

Frage: Seit April diesen Jahres sind Sie als Bereiterin im Stall von Bundestrainer Otto Becker. Hat er Ihnen in Balve auch einen Tipp gegeben?

Kaya Lüthi: Ja klar. Wir sind zusammen den Parcours abgegangen und er hat mir noch ein paar Tipps gegeben – zum Beispiel für das Wasser. Dass ich nicht zu früh ‚attackieren’ darf, damit ich nicht zu nah an den Wassergraben komme und hinten raus genügend Weite habe.

Frage: Balve war zeitgleich auch der Ort der Deutschen Meisterschaft, die Kulisse dementsprechend. Waren Sie besonders aufgeregt?

Kaya Lüthi: Nein, eigentlich nicht. Ich habe schon relativ viel Erfahrung und bin ohnehin nicht so nervös. Außerdem durfte ich im vergangenen Jahr am Programm der Young Riders Academy mitmachen. Da hatte ich auch mentales Coaching. Das hat sehr viel gebracht. Ich wurde beispielsweise gefragt, was meine Schwächen sind. Und dann habe ich ein paar Tricks bekommen, wie ich mit denen umgehen kann. Das hilft.

Frage: Sie und der zwölfjährige Pret a Tout sind ein gutes Paar. Sie haben schon einige Erfolge gefeiert und Sie kennen sich sehr gut…

Kaya Lüthi: Ja, ich reite Pret a Tout schon seit viereinhalb Jahren. Wir sind mit seiner Besitzerin aus der Schweiz, Ruth Krech, befreundet. Sie hat ihn mir damals zum Reiten gegeben, damit ich ihn weiter fördere. Er wurde immer besser, wir sind auf immer größere Turniere gegangen und ein Sieg folgte dem anderen. Inzwischen kennt er mich und ich kenne ihn – und er kämpft für mich. Er ist groß und mächtig, aber trotzdem sehr sensibel. Er hat Erfahrung und er will keine Fehler machen. Wir sind ein Team!

Frage: Das Springpokal-Finale ist dieses Jahr in Aachen am Rande der Europameisterschaft – wird Ihnen bei dem Gedanken, dass Sie dabei sein könnten, etwas flau im Magen?

Kaya Lüthi: Nein, überhaupt nicht. Aufgeregt ja, aber da freut man sich einfach nur. Ich hatte dieses Jahr bei dem verkürzten Turnier in Aachen schon mal eine Startgenehmigung, aber ich bin kurz davor gestürzt und war noch nicht wieder ganz fit. Das ist jetzt sozusagen meine zweite Aachen-Chance dieses Jahr. Ich hoffe sehr, dass es mit dem Springpokal-Finale klappt.

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