Der ‚Mach-alles-wie-immer-Sieg’

Der 21-jährige Niklas Krieg hat mit Carella die vierte und letzte Etappe des U25-Springpokals in Mannheim gewonnen. Viermal war er zuvor schon bei Europameisterschaften am Start, zweimal bei den Junioren, zweimal bei den Jungen Reitern. Dreimal war seine EM-Partnerin die Holsteiner Clearway-Tochter Carella. 2014 kam das Paar mit Mannschafts-Gold von der Europameisterschaft der Jungen Reiter in Arezzo nach Hause. Jetzt ließen sie in Mannheim sechs Paare im Stechen des U25-Springpokals hinter sich.

Sie haben schon EM-Gold mit Carella gewonnen und trotzdem war der Sieg in Mannheim im Rahmen des 100. CSIO etwas Besonderes für Sie…

Niklas Krieg: Gewinnen ist immer schön, aber auf so einem Turnier wie in Mannheim, vor einer solchen Kulisse – da habe ich mich riesig gefreut. Es war nicht mein größter Erfolg mit Carella, aber sicher einer der schönsten! Das Beste war, als ich durchs Ziel geritten bin und da die 1 habe stehen sehen. Das war absolut das Beste!

Dieser Sieg in Mannheim hat sie auf Anhieb ins Starterfeld der Finalisten katapultiert. Im August wartet das U25-Springpokal-Finale in Aachen. Bekommen Sie bei dem Gedanken schon einen kleinen Klos im Hals?

Niklas KriegK: Nein, ich freue mich einfach riesig darauf. Ich war noch nie in Aachen, noch nicht mal als Zuschauer. Aber ich wollte unbedingt dahin, zum U25-Finale. Vor Mannheim hatte ich noch keine Quali geritten. Da habe ich mir schon ein bisschen Druck gemacht und war etwas aufgeregt, aber als ich dann im Parcours war, habe ich mich nur noch konzentriert. Und es hat geklappt!

Ihr Vater Andreas ist seit Ihrer Kindheit auch Ihr Trainer. Er ist auch mit Ihnen die Parcours in Mannheim abgegangen. Was war sein entscheidender Tipp?

Niklas Krieg: ‚Mach alles so wie immer!’ (lacht)

‚So wie immer…’ – das Team Vater, Sohn und die Pferde ist eingespielt, aber zurzeit sind Sie im Stall von Dietmar Gugler in Pfungstadt?

Niklas Krieg: Ja, in Pfungstadt mache ich meine Lehre und pendele deshalb im Moment zwischen Pfungstadt und unserem Stall in der Nähe von Donaueschingen hin und her. Wir haben dort einen Spring-Ausbildungsstall, den ich mal übernehmen möchte. Ein anderer Job kam für mich nie in Frage. Ich bin schon als Kind praktisch aus der Haustür in den Stall gefallen und war immer auf Pferde fixiert. Ich bin den ganzen Tag am liebsten im Stall. Einen Bürojob hätte ich mir nie vorstellen können. Mein Vater war schon immer mein Vorbild – auch beruflich.

Carella ist inzwischen elf. Die Stute kam schon sehr jung in Ihren Stall und gehört schon fast zur Familie?

Niklas Krieg: Ja, wir haben die Stute zweijährig gekauft und haben sie damals erst einmal gedeckt. Sie hat ein schönes Fohlen von Contender bekommen. Ein sehr gutes Pferd, mit dem ich später Springpferdeprüfungen der Klasse L und M gewonnen habe. Carella war am Anfang ganz schön abenteuerlich zu reiten. Sie wollte nie einen Fehler machen, war aber immer sehr selbstbewusst und speziell. Erst hat eine Bereiterin von uns sie geritten, ich habe sie Anfang siebenjährig übernommen und wir sind eigentlich seitdem ein gutes Team. Ich kann mich komplett auf sie verlassen. Sie hat eine super Einstellung, gibt immer alles und nimmt mir nichts übel, wenn ich mal einen Fehler mache.

Das klingt nach besten Voraussetzungen für das Finale in Aachen. Wir drücken die Daumen!

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