Der 22-Jährige über sein Pferd Contagio und die Tipps von Vater Lars

„Ich probiere das umzusetzen, was mein Vater sagt, und dann klappt das auch meistens!“ Gerrit Nieberg (22) ist der Sohn von Mannschafts-Olympiasieger Lars Nieberg und er hat die erste Station von Deutschlands U25-Springpokal in dieser Saison gewonnen.

Ein paar Fragen an den U25-Braunschweig-Sieger Gerrit Nieberg:

Gerrit, Sie haben dem Zweitplatzierten mehr als dreieinhalb Sekunden abgenommen und keiner wundert sich mehr darüber als sie selbst?

Gerrit Nieberg: Ja, ich wollte eine solide Nullrunde im Stechen drehen und das ist mir auch gut geglückt. Wir waren zu viert im Stechen und ich wusste, dass die beiden, die nach mir noch kommen, die schnelleren Pferde haben. Dass es am Ende so ausgeht, hat mich selbst total verblüfft, aber ich freue mich riesig.

Noch dazu sitzen Sie erst sehr kurz im Sattel ihres Siegerpferdes Contagio…

Gerrit Nieberg: Ich habe ihn erst Anfang dieses Jahres von meinem Bruder Max übernommen. Ich war vorher zwei Jahre am DOKR, habe dort meine Lehre zum Pferdewirt Schwerpunkt Reiten gemacht und bin gerade im Januar zum Gut Berl zurückgekehrt. Hier arbeite ich jetzt als Bereiter zusammen mit meinem Vater, der Gestütsleiter ist, und mein Bruder ist für einige Zeit in die USA gegangen, so dass ich einige seiner Pferde übernommen habe – auch Contagio. Mein Vater hatte ihn zusammen mit Katarina Geller-Herr schon zweijährig auf der Holsteiner Körung gekauft.

Nach der Kürze ihrer gemeinsamen Zeit: Was macht Contagio für Sie aus?

Gerrit Nieberg: Er hat eine sehr gute Grundeinstellung, ist sehr leistungsbereit, hat enormes Grundvermögen und macht es dem Reiter sehr einfach. Man kann ihn wunderbar passend zu den Sprüngen reiten, er ist sehr gut zu kontrollieren. Das einzige, was ich überhaupt bemängeln könnte, ist sein etwas zu langsamer Ablauf.

Sie waren schon im vergangenen Jahr bei einigen Stationen des U25-Springpokals dabei, mit dem Finale hat es noch nicht ganz geklappt. Dieses Jahr sind Sie gleich mit zwei Pferden nach Braunschweig gekommen. Wie ist Ihr Plan?

Gerrit Nieberg: Ich bin am ersten Tag in Braunschweig neben Contagio auch noch mit Olivia la Sweet an den Start gegangen und war da auch schon sehr zufrieden, leider hatten beide am vorletzten Sprung einen Fehler. Das war etwas unglücklich. Aber ich habe zurzeit einige gute Pferde zum Reiten und möchte unheimlich gerne beim Springpokal-Finale in Aachen dabei sein. Ich war schon öfter mal in Aachen, wenn mein Vater am Start war. Es war schon immer ein Traum, selbst mal in dieses Stadion einzureiten!

Ihr Vater war in Braunschweig dabei. Welchen Tipp hatte er Ihnen vor dem Stechen gegeben?

Gerrit Nieberg: Mein Vater und ich versuchen, so oft wie möglich auf dieselben Turniere zu fahren und auch dabei hilft mir der U25-Springpokal. Ohne diese Serie hätte ich niemals in Braunschweig reiten dürfen. Das ist schon mal einfach klasse für uns junge Leute, dass wir auf den großen Turnieren mit dem Springpokal Erfahrung sammeln dürfen. Mein Vater und ich gehen dann immer zusammen die Parcours ab und in Braunschweig waren wir uns einig, dass Contagio nicht der Schnellste ist, dass andere schnellere Pferde haben. Deshalb hat mein Vater gesagt, ich soll im Stechen nicht übertreiben. Das hat sich als richtige Methode bewahrheitet. Ich probiere das umzusetzen, was mein Vater sagt, und dann klappt das auch meistens.

Was ist Ihr langfristiger Plan nach der Ausbildung zum Steuerfachangestellten und Pferdewirt?

Gerrit Nieberg: Ich möchte auf jeden Fall gerne auf Gut Berl bleiben, weiter reiten und mich im Sport weiter verbessern – mit Hilfe meines Vaters. Wir verstehen uns sehr gut und er ist bei allem sehr entspannt.

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