Wiesbadener Pfingstturnier

Nicola Pohl – die einzige Hessin im Starterfeld hat bei der einzigen hessischen Station von Deutschlands U25-Springpokal in Wiesbaden den Sieg ergattert. Ihr Geheimrezept: Zwei Asse im Ärmel…

Sie hatten zwei Pferde in Wiesbaden beim U25-Springpokal am Start. Das war durchaus eine gute Ausgangsbasis…

Nicola Pohl: Ja, das war für mich wirklich gut. Ich bin zuerst mit Cros in den Parcours geritten. Mit ihm hatte ich zwei Fehler und nach meinem Ritt wurde die erlaubte Zeit verändert. So wusste ich mit meinem zweiten Pferd, mit Bibenbreaker, schon, wo die kniffligen Stellen im Parcours sind, wie ich die Zeit einschätzen muss und wo ich mir etwas Zeit nehmen sollte. Und das hat dann super geklappt.

Sie hatten von vorne herein auf Bibenbreaker gesetzt, warum?

Nicola Pohl: Ja, ich musste mich schon vor der ersten Prüfung entscheiden, welches Pferd ich am Montag in der Finalprüfung reite. Bibenbreaker kenne ich viel besser, Cros habe ich erst seit vier Wochen und Wiesbaden war erst unser zweites gemeinsames Turnier, also hatte ich mich Gott sei Dank für Bibenbreaker entschieden.

Bibenbreaker hatten Sie sich damals selbst ausgesucht?

Nicola Pohl: Ja, ich habe ihn vor drei Jahren auf einem Turnier in Portugal auf dem Abreiteplatz gesehen und mich sofort in ihn verliebt. Er ist mit 1,54 Meter Stockmaß eher klein, ich bin mit 1,65 Metern auch nicht sehr groß und ich mochte schon immer lieber kleinere Pferde. Bibenbreaker ist mir sofort ins Auge gestochen, es war Liebe auf den ersten Blick. Mein Glück war, dass das Mädchen, das ihn ritt, ihn tatsächlich auch verkaufen wollte. Ich bin dann einige Wochen später mit meinem Trainer nach Belgien gefahren, habe ihn ausprobiert und gekauft.

Was ist das Besondere an Bibenbreaker?

Nicola Pohl: Er ist unglaublich vorsichtig, und immer sehr konzentriert. Er ist zwar auch mal frech – er ist ja auch ein Hengst und flirtet gerne mal – aber wenn ich ihm dann sage, er soll das lassen, dann ist er voll bei mir und kämpft für mich.

Mit Ihrem Sieg in Wiesbaden haben Sie Ihr Finalticket für Aachen schon in der Tasche. Wie geht es Ihnen bei dem Gedanken an das Finale in Aachen?

Nicola Pohl: Ich habe schon mal nachgeguckt, wann genau in Aachen die U25-Springpokal-Prüfungen sind, damit sich meine Familie den Termin freihält (lacht). Wir sind schon oft zusammen in Aachen gewesen und vor zwei Jahre bin ich dort das erste Mal auf den Springpokal aufmerksam geworden. Letztes Jahr habe ich dann leider keine Startgenehmigung bekommen, die Plätze sind ja immer sehr begehrt, aber dieses Jahr hat es geklappt. Und ich wusste: Ich habe nur diese eine Chance in Wiesbaden und muss unter die ersten beiden, um sicher einen Finalplatz zu haben. Mit dieser Motivation bin ich in Wiesbaden an den Start gegangen, es hat absolut geklappt und jetzt freue ich mich riesig!

Zum ersten Mal hat Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und der Familie Müter 2017 Station beim Pfingstturnier in Wiesbaden gemacht. Die Qualifikationsetappe vor großer Kulisse begeistert Zuschauer, Trainer und Reiter gleichermaßen.

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