Julia Otto von der Turniergesellschaft Luhmühlen über die Entwicklung im Geländeaufbau

Luhmühlen. Für die Turniergesellschaft Luhmühlen ist 2019 ein spannendes Jahr: Vom 13. bis 16. Juni werden die Deutschen Meisterschaften in der Vielseitigkeit ausgetragen, vom 28. August bis 1. September folgen die Europameisterschaften. Julia Otto, Geschäftsführerin der TGL, im Interview über Veränderungen im Geländeaufbau und das Thema Sicherheit in der Vielseitigkeit.

Frau Otto, die Deutsche Meisterschaft der Vielseitigkeit in Luhmühlen steht bevor. Worauf legt das Team beim Geländeaufbau Wert? Was hat sich in den letzten Jahren in puncto Sicherheit in der Vielseitigkeit und vor allem in Luhmühlen verändert?

Neben dem Aspekt der Sicherheit haben wir in Luhmühlen über die letzten Jahre – und dies verstärkt seit 2005, seitdem wir den vierten Stern, beziehungsweise aktuell fünften Stern) haben – viel Wert auf die Weiterentwicklung der Geländestrecken gelegt. Die Sicherheit zeichnet sich nicht allein durch deformierbare Hindernisse aus, sondern beginnt schon mit optimalen Bodenverhältnissen und der gesamten Gestaltung der Strecken und Hindernisse (Farben und Dekoration). Hierzu greifen wir auf Know-How aus England zurück und haben mit dem Team von David Evans eine der erfahrensten Gruppen von Hindernisaufbauern verpflichtet. Dem Team im Gelände und dem Parcourschef ist es besonders wichtig, einen guten Rhythmus für Reiter und Pferd zu schaffen und für klare Aufgabenstellungen bei den Hindernissen zu sorgen. Dank der Unterstützung durch die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und dem Projekt „Mit Sicherheit besser reiten“ setzen wir das MIM-System bei allen Hindernissen ein, die dies aufgrund ihrer Gestaltung zulassen. Dazu arbeiten wir viel mit der natürlichen Sicherheit von Hindernissen mit Hecken.

Eines der Leuchtturmprojekte der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport ist das Projekt „ Mit Sicherheit besser reiten“. Inwiefern profitiert die TGL davon?

Es hilft uns dabei, die Geländestrecke in Bezug auf die Sicherheit weiterzuentwickeln. Seit ein paar Jahren wird dabei der Bau der Geländestrecken im Rahmen des Projekts „Mit Sicherheit besser reiten“ unterstützt. Dafür werden auch kostenlos MiM-Systeme zur Verfügung gestellt. An den Stellen, wo es möglich ist, entwickeln wir MiM-Hindernisse, die auch dem sogenannten Verleihpool der Stiftung zur Verfügung stehen und somit auch bei anderen Turnieren zu Einsatz kommen können. Zudem werden MiM-Hindernisse, die bei uns nicht mehr zum Einsatz kommen, da wir sie ausreichend genutzt haben, anderen Veranstaltern zur Verfügung gestellt, damit auch dort die Technologie und die Förderung greifen können.

Welche Entwicklung sehen Sie in den nächsten Jahren in puncto Sicherheit in der Vielseitigkeit?

Möglicherweise kommen noch weitere neue Systeme dazu. Wichtig ist aber, dass jeder Veranstalter mit seinem Team alles daran setzt, beste Geländebedingungen, also beispielsweise Boden, Hindernisse und Dekoration für Reiter und Pferd zu schaffen. Das ist das Beste, was wir als Veranstalter tun können, aber auch die Reiter sind in der Verantwortung fit und fokussiert mit ihren Pferden an den Start zu gehen.

Foto: Thomas Ix

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