Ausrüstung von Reiter und Pferd

Warendorf. Es ist ohne Frage: Eine gute Ausbildung und ein sicherer Sitz sind die wichtigste Voraussetzung für sicheres Geländereiten. Eine noch so gute Ausrüstung von Reiter und Pferd kann dies niemals ersetzen. Sie sorgt jedoch für Wohlbefinden von Reiter und Pferd und erhöht, wenn es wirklich einmal darauf ankommt, die Sicherheit. Worauf bei der Ausrüstung zu achten ist, verrät der zweite Teil der neuen FN-Lehrfilmreihe „Sicherer Geländereiten“, die mit Unterstützung der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport entstanden ist.

Zur Grundausstattung des Pferdes gehören natürlich Sattel und eine passend verschnallte und gut gepflegte Trense. Für das Geländereiten eignet sich ein Spring- oder Vielseitigkeitssattel mit einem flachen Sitz und kleinen Vorderpauschen. „Diese müssen weit genug nach vorne gearbeitet sein, dass man die Bügel kurz genug schnallen kann. Und sie dürfen den Sitz des Reiters nicht einklemmen“, erklärt U21-Bundestrainer Frank Ostholt.

Zur Geländeausrüstung des Pferdes gehört meist auch ein Vorderzeug, das den Sattel in der richtigen Position hält. Der Brustriemen sollte enganliegend sein, die Martingalgabel lang genug. „Das Vorderzeug sollte so angebracht werden, dass es im leichten Kontakt mit dem Pferd ist. So, dass das Pferd sich noch gut bewegen kann und es nicht scheuert. Keinesfalls darf es zu locker sein oder gar durchhängen, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Pferde beim Anwinkeln der Beine mal verhakeln können“, erläutert Ostholt. Sollte der Reiter einmal aus der Balance geraten, sorgt ein Halsriemen dafür, dass er sich nicht am Zügel festhält.

Als Beinschutz empfehlen sich Gamaschen mit Hartschale hinten (an den Vorderbeinen) und vorne (an den Hinterbeinen) und Hufglocken. „Bandagen sind fürs Gelände ungeeignet, da sie sich mit Wasser vollsaugen und schwer und stramm werden können“, so Ostholt. Gefährlich kann es auch werden, wenn sich Bandagen während des Ritts lösen und abrollen.

Ebenfalls wichtig fürs Geländereiten sind Stollen, die ein Ausrutschen der Pferde verhindern helfen. Geländepferde werden daher mit Hufeisen mit Stollenlöchern beschlagen, in die sich dann Stollen in der entsprechenden Größe und Form eindrehen lassen. „Mein Tipp: Die Stollen sollten vorne etwas kürzer und hinten länger sein. Und wenn der Boden etwas härter ist, dürfen sie auch etwas spitzer sein, so dass die Pferde genügend Grip haben“, erläutert Junioren-Bundestrainerin Julia Krajewski.

Der Reiter trägt im Gelände Reitstiefel oder mindestens knöchelhohe Stiefeletten, die den Fuß stabilisieren. Ein kleiner Absatz verhindert, dass der Fuß durch den Steigbügel rutscht. Reithandschuhe schützen die Hände vor Verletzungen durch die Zügel und sorgen für mehr Grip. Als Oberbekleidung empfiehlt sich ein enganliegendes Langarm- oder T-.Shirt. Lange Schals, Tücher oder größerer Schmuck sind aus Sicherheitsgründen ungeeignet.

Für die Sicherheit sorgen ein Reithelm und speziell im Gelände die Schutzweste. Der Reithelm muss der gültigen Norm (EN1384) genügen und korrekt verschnallt sein, um den Kopf zu schützen. „Lange Haare sollte man immer unter dem Helm tragen oder zu einem Dutt zusammenstecken“, sagt Julia Krajewski.

Die Schutzweste für das Springen im Gelände sollte nah am Körper anliegen und hinten etwas länger sein. „Wichtig ist, dass sie die Beweglichkeit des Reiter nicht einschränkt. Sie darf kein starres Brett sein und sollte mindestens dem Qualitätsstandard Level 3 entsprechen “, erläutert DOKR-Mannschaftsarzt Dr. Manfred Giensch. Am besten lässt sich eine Weste testen, in dem man damit am Boden eine Rolle vorwärts macht.

Zusätzlich kann man auch eine Airbagweste tragen. Diese wird einer Reißleine am Sattel befestigt. Kommt der Reiter aus dem Sattel, reißt die Verbindung und die Airbagweste bläst sich schlagartig auf.

Als weiteres Equipment empfehlen sich kleine Sporen und eine kurze Gerte, da es immer einmal Situationen geben kann, in denen der Reiter das Pferd spontan unterstützen muss.

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