Wenn der Nachwuchs Nachwuchspferde zum Titel reitet

Warendorf. Auch 2019 verwandelte sich der Bundesstützpunkt in Warendorf im Rahmen der Bundeschampionate in eine riesige Schaubühne für die besten Nachwuchspferde und -ponys aus deutscher Zucht. Doch für Furore hat dieses Jahr nicht nur der vierbeinige Nachwuchs gesorgt, sondern vor allem der Zweibeinige im Sattel – allen voran unsere Talentpoolathleten. Sie waren in Topform.

Escorial Q unter Bianca Nowag ist Champion der dreijährigen Stuten und Wallache
Bereits in der Qualifikation hatte Escorial Q im Trab die Tageshöchstnote 9,0 erhalten und die Prüfung gewonnen. Im Finale zückte das Richtergremium dann die Höchstnote 10. „Wir sahen im Trab eine enorme Dynamik, ein sehr kraftvolles und natürliches Abfußen in immer gleichbleibender Taktsicherheit. Das Pferd blieb auch beim Zulegen in sich schön stabil“, lautete der Richter-Kommentar. Eben diese Kraft und Dynamik zeigte der helle Fuchswallach auch im Galopp, für den er eine 9,0 erhielt. Auch das schöne, raumgreifende Schreiten im Schritt auf der letzten Linie überzeugte – 8,5 gab es dafür, ebenso für das Gebäude. Mit einer 9,0 bewerteten die Richter den Ausbildungsstand, für den sich unsere Talentpoolathletin Bianca Nowag verantwortlich zeichnet. Die Mannschafteuropameisterin und Einzel-Silbermedaillengewinnerin der diesjährigen U25-EM stellt damit erstmals einen Bundeschampion bei den Reitpferden. 2009 war ihr dies bereits bei den Ponys gelungen. „Ich finde dieses Pferd unfassbar cool und habe immer an ihn geglaubt. Aber dass er hier gleich so einschlägt, ist einfach toll. Er ist so rittig und verfügt über so tolle Grundgangarten. Dazu ist er noch ein richtiger Kumpel-Typ“, sagte Nowag, die mit Escorial im Rahmen des Turniers der Sieger im August auch die Nachwuchspferde-Prüfung „Westfalen Wappen“ gewonnen hatte.

Anna Lena reitet Chicke Deern bei den sechsjährigen Springponys zum Titel
Dass die Ponystute Chicke Deern und unsere Talentpoolathletin Anna Lena Schaaf, in diesem Jahr Doppel-Europameisterin der Vielseitigkeits-Junioren, sich den Titel holen, war nicht unbedingt abzusehen. In der Finalqualifikation landeten sie mit einer 7,0 noch auf dem 13. Platz. Doch im Finale steigerten sie sich, sodass sie nach dem ersten Umlauf mit der Wertnote 8,1 bereits auf Bronzekurs lagen. Im zweiten Umlauf setzen sie noch einen drauf und erreichten mit 8,5 die höchste Bewertung der Prüfung. Die Summe 16,6 bedeutete den Sieg. „Das Pony wurde durch die Reiterin sehr sicher vorgestellt. Es war immer im Gleichgewicht und schnell im Vorderbein. Es könnte aber noch etwas energischer abfußen“, urteilte Peter Teeuwen.

Mit Teike Carstensen und Brandon Schäfer-Gehrau bis ins Finale
Neben Bianca Nowag und Anna-Lena Schaaf stellten auch Talentpoolathletin Teike Carstensen und der ehemalige Talentpoolathlet Brandon Schäfer-Gehrau Pferde beim Bundeschampionat vor. Teike platzierte ihre beiden fünfjährigen Springpferde Carcano und Zero im Finale auf Rang sechs und acht. Ihre siebenjährige Stute Ella von Kielslück, die sie bereits 2018 bei den sechsjährigen Springpferden vorgestellt hatte, rangierte im Finale auf Platz 15. Brandon stellte die sechsjährige Quantana bei den Vielseitigkeitspferden vor und platzierte sie im Finale auf Rang acht.

Richard Vogel stellt Bundeschampionesse der fünfjährigen Springpferde
Kein Talentpoolathlet, aber auch kein Unbekannter: Springreiter Richard Vogel, Sieger von Deutschlands U25 Springpokal 2018 und 2019, hat beim Bundeschampionat einmal mehr auf sich aufmerksam gemacht. Fünf Pferde hatte er in Warendorf am Start. Seine fünfjährige Fuchsstute Charisma HS absolvierte beide Umläufe der Spezialspringpferdeprüfung der Kl. M** mit „sehr gut“ (18,30 Gesamtwertnote) und sicherte sich den Titel. Peter Teeuwen kommentierte die Richterurteile so: „Charisma HS zeigte uns eine sehr gleichmäßige Runde mit viel Übersicht und Balance. Nicht spektakulär springend, aber sehr gut, Wertnote 9,0“ für den ersten Umlauf. Und nach dem zweiten Umlauf bescheinigte er der von Christoph Schmidt gezogenen Fuchsstute „hier war ein Sprung wie der andere, es geht kaum besser, 9,3“.

Escorial Q und Bianca Nowag bei der Vorführung an der Hand

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