„Ich möchte mich reiterlich weiterentwickeln“

Warendorf. Konstantin Harting ist das neueste Mitglied im Talentpool der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport. Für den Vielseitigkeitsreiter sollte 2020 eigentlich das Jahr des Umstiegs vom Juniorenlager in die Altersklasse der Jungen Reiter sein. Sein Saisonziel, die Nachwuchs-Europameisterschaften im britischen Hartbury, ist abgesagt. Wie sich das Leben für den 18-Jährigen zu Zeiten des Coronavirus verändert hat, lesen Sie im Interview:

Für viele Menschen haben die Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus das Leben auf den Kopf gestellt. Wie hat sich dein Alltag verändert?
Konstantin: „Klar, durch Abstands- und Hygieneregeln hat sich mein Alltag ziemlich verändert. Ich habe zu Beginn des Jahres meine Ausbildung im Stall von Pia Münker und Ben Leuwer auf dem Rodderberg angefangen. Dort waren wir zwar in der privilegierten Situation, dass wir unsere Pferde gut versorgen konnten, aber ein wichtiger Teil meiner Arbeit wären natürlich auch Auswärtstrainings und Turniere und das ist ja leider aktuell noch nicht möglich.“

Eine umfangreiche Saisonplanung ist angesichts der dynamischen Lage schwierig. Wie schaffst du es aktuell, dich zu motivieren und zu strukturieren?
Konstantin: „Ein großer Teil meiner Ausbildung ist die Arbeit mit jungen Pferden, darauf liegt unser Schwerpunkt. Dafür haben wir auf dem Rodderberg optimale Bedingungen und tolle Trainingsmöglichkeiten. Es motiviert mich immer wieder aufs Neue, die täglichen Fortschritte der jungen Pferde zu fühlen und zu sehen, das macht mir einfach unheimlich viel Spaß.“

Die Nachwuchs-Europameisterschaften sind abgesagt, Turniere werden künftig nur vereinzelt und unter anderen Bedingungen als üblich stattfinden. Welche neuen Ziele hast du dir für 2020 gesetzt?
Konstantin: „Ich möchte mich auch ohne Turniere und den sportlichen Wettkampf reiterlich weiterentwickeln, um 2021, wenn es endlich wieder losgeht, noch besser zu sein und richtig angreifen zu können. Meine große Hoffnung ist, dass das Bundeschampionat in diesem Jahr stattfinden kann. Dort möchte ich gern mit den jungen Pferden, die wir ausbilden, am Start sein und zeigen, was wir können.“

Für viele Menschen ist die Situation gerade ein Anlass, inne zuhalten und Dinge zu hinterfragen. Was nimmst du aus dieser Zeit mit?
Konstantin: „Ich denke, dass uns diese herausfordernde Zeit zeigt, wie dankbar man für jeden Tag sein sollte und für alles, was man hat. Die Pandemie hat gezeigt, wie schnell sich die ganze Welt verändern kann. Aber ich finde es toll zu sehen, dass die Menschen auch in dieser schwierigen Situation zusammenhalten und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Das versuche ich auch.“

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